In Frankreich stehen im kommenden Jahr Wahlen und damit wichtige politische Weichenstellungen an. Auf der einen Seite findet sich eine nationalistische Rechte, die sich zunehmend an Wirtschaftsinteressen orientiert und darauf hofft, mit der Stigmatisierung von Migranten und Ausländern die Macht ergreifen zu können. Dabei verspricht sie unter anderem einwanderungsfeindliche Volksabstimmungen, mit denen »dem Volk seine Stimme zurückgegeben« werden soll. Auf der anderen Seite findet sich eine zögerliche, schwankende und gespaltene Linke. Um die eigene Haltung klarer zu machen und die Reihen zu schließen, sollte sie selbst ein Referendum vorschlagen – und zwar zur Einführung einer nationalen Solidaritätssteuer, die auf Milliardäre und Multimillionäre abzielt.
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Angesichts des aktuellen Stands der Debatte und der damit verbundenen Herausforderungen ist dies der beste Weg, die Probleme zu lösen: Die Rechte will dem Volk bei Identitäts- und Migrationsfragen mehr Mitsprache geben. Die Linke sollte dasselbe tun, sich dabei aber auf Solidarität und Gerechtigkeit konzentrieren. Damit würde sie zeigen, dass die einwanderungsfeindliche Rhetorik des Rassemblement National eine Nebelkerze ist, die nur dazu dient, die gesellschaftliche Wut abzulenken und die Reichen zu schützen.