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Das Wirtschaftsmagazin

Piketty: Wer Frankreichs Schulen retten will, muss umverteilen

Seit Macrons Amtsantritt sind die Bildungsausgaben pro Schüler um rund 20 Prozent gesunken. Für neue Investitionen braucht es Umverteilung.

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4 Minuten Lesedauer
Im Vordergrund Thomas Piketty, im Hintergrund Proteste von Schülerinnen und Schülern in Frankreich. Collage: Surplus, Material: IMAGO/El Mundo/Le Pictorium
Collage: Surplus, Material: IMAGO/El Mundo/Le Pictorium

Die anhaltenden Schüler- und Studierendenproteste in Frankreich stehen symbolisch für den Niedergang des Macronismus. Die jungen Menschen fordern eine im Grunde einfache Sache. Sie wollen Geld für ihre Bildung und Zugang zu qualitativ hochwertigen Studiengängen. Die Bewegung zeigt das eklatanteste Versagen der derzeitigen Regierung auf: einen katastrophalen und beispiellosen Rückgang der Haushaltsmittel pro Schüler um 20 Prozent seit 2017.

Infografik: Öffentlicher Haushalt für Hochschulbildung und Forschung je Studierenden in konstanten Euro, 2008 bis 2026, indexiert auf 100 im Jahr 2008. Quelle: Lucas Chancel

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Die Regierung rühmt sich hier und da unredlicherweise damit, das nominale Budget für die Hochschulbildung sei zwischen 2017 und 2026 von 13,3 Milliarden Euro auf 15,5 Milliarden Euro gestiegen (+17 Prozent). Das ist auch richtig, allerdings betrug die Inflation im gleichen Zeitraum 22 Prozent. Das reale Budget ist also gesunken. Hinzu kommt, dass die Zahl der Schülerinnen und Schüler von 2,6 Millionen auf über 3 Millionen gestiegen ist; ein Anstieg von 15 Prozent. Das Ergebnis ist, dass das Budget pro Schüler real um etwa 20 Prozent gesunken ist, wie aus den online verfügbaren Daten von dem Ökonomen und Co-Direktor des World Inequality Lab (WIL) Lucas Chancel transparent hervorgeht.

Allgemeiner Mangel und regionale Unterschiede

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