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Das Wirtschaftsmagazin

»Geierfonds« kreisen über Venezuela

Trumps Wall-Street-Banker sind gnadenlos: Trotz des schweren Erdbebens fordern sie den Ausverkauf des Landes.

4 Minuten Lesedauer
Zerstörte Häuser nach dem Erdbeben in Venezuela. Credit: IMAGO/Anadolu Agency
Nach dem Erdbeben in Venezuela droht ein »Goldrausch« für US-amerikanische Hedgefonds (Symbolbild). Credit: IMAGO/Anadolu Agency

Venezuela ist von einem schrecklichen Erdbeben heimgesucht worden, fast 4000 Menschen sind gestorben, Zehntausende gelten noch immer als vermisst. Es gab kaum Schutz, denn das Land leidet unter Sanktionen aus den USA und der EU, die den Aufbau einer resilienten Infrastruktur unmöglich machen. Doch damit nicht genug: Die USA haben den Präsidenten, Nicolás Maduro, und dessen Frau entführt, sie wollen Zugriff auf die Ölvorkommen, und nun kommen internationale Banken und Fonds ins Land, um Venezuela wieder gänzlich in die Abhängigkeit der westlichen Finanzmärkte zu bringen.

Nach der Entführung Maduros im Januar wittern Hedgefonds einen »Goldrausch«. Zahlreiche Portfolio-Manager aus den USA und Kanada befinden sich bereits in Caracas, um Investmentmöglichkeiten auszuloten. Allen voran sieht Paul Singer profitable Chancen, am Ausverkauf des Landes zu partizipieren. Singer ist berüchtigt. Sein Hedgefonds Elliot Capital hat bereits Argentinien, Kongo und Peru in die Knie gezwungen. Sein Geschäftsmodell sieht vor, Staatsanleihen von hochverschuldeten Ländern aufzukaufen. Er erwirbt sie mit hohem Preisnachlass, von Gläubigern, die nicht mehr daran glauben, dass die Staaten ihre Schulden begleichen werden. Dann setzt er alle Hebel in Bewegung, um die Schulden einzutreiben. Diese Hedgefonds wurden daher in Südamerika »Geierfonds« (»Vulture Fund«) getauft.

Austeritätskrise wie in Griechenland

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