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Genossenschaften gegen Faschismus?

Demokratie ist der Kern der Genossenschaftsbewegung. Was wir aus ihrem historischen Widerstand gegen den Faschismus lernen können.

6 Minuten Lesedauer
Obstgenossenschaft Grufrut in Südtriol. Gestaplete Kisten und Pflanzen, Berg im Hintergrund. (Symbolbild). Credit: IMAGO/Arnulf Hettrich
Wer hier arbeitet, kann gar nicht rechts werden. Oder? Credit: IMAGO/Arnulf Hettrich.

Wenige Tage vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt blicken viele Menschen furchtsam auf die anhaltend hohen Umfragewerte der AfD, die im besten Fall ein Beweis für große Unzufriedenheit mit aktueller Politik sind. Das Bundesland im Osten stellt die parlamentarische Linke vor eine gewaltige Herausforderung; aber auch die gesellschaftliche Linke muss sich fragen: »Was tun?«

Was tun gegen den neuen Höchststand diskriminierender und rassistischer Vorfälle, den die Beratungsstelle Entknoten meldete? Was tun gegen die Armut, von der in Sachsen-Anhalt fast jeder Vierte betroffen ist? Ein Blick in die Geschichte fördert ein bisweilen vergessenes Erbe einer Bewegung zutage, die heute vor allem noch mit günstigen Mietshäusern oder dem Landhandel verbunden wird. Genossenschaften haben in der Vergangenheit ländliche Armut und allgemeine Ungleichheit verringert, stabile Lebensverhältnisse und sinnvolle Arbeit geschaffen, grundlegende soziale Dienstleistungen und Integrationsarbeit geleistet und Bauern sowie der städtischen Mittelschicht Zugang zu Krediten und gemeinschaftlicher Energieversorgung ermöglicht.

Demokratie ist das Grundprinzip

Dabei hat sich die Genossenschaftsbewegung in verschiedenen Kontexten dem Faschismus widersetzen müssen. Während sie in Italien immer wieder bemerkenswerte Erfolge erzielen konnte, fiel ihre Bilanz in Deutschland eher dürftig aus. Umso dringender erscheint es, ihrer Geschichte einmal genauer nachzugehen.

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