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Das Wirtschaftsmagazin

Das Land der Mieter

Deutschland ist keine Nation von freundlichen Kleinvermietern. Beim Wohnen schlägt die enorme Vermögensungleichheit unmittelbar in den Alltag durch.

8 Minuten Lesedauer
Im Vordergrund Adam Tooze, im Hintergrund Wohnhäuser in Berlin. Collage: Surplus, Material: Doro Zinn, IMAGO/ glasshouseimages
Collage: Surplus, Material: Doro Zinn, IMAGO/ glasshouseimages

Die Produktionsmittel mögen die treibende Kraft der Geschichte sein, doch für die meisten Menschen ist der wichtigste Ort sozialer Reproduktion und Regeneration das Zuhause. Doch nicht alle bekommen die Unterkunft, die sie brauchen oder verdienen. Nach Angaben der UN sind weltweit 300 Millionen Menschen obdachlos. Eine Milliarde Menschen lebt in informellen Siedlungen und Slums, unter Bedingungen, die von unsicheren Wohnverhältnissen, Überbelegung, Umweltrisiken und eingeschränktem Zugang zur Grundversorgung geprägt sind. Insgesamt fehlt – gemessen an den Standards fortgeschrittener Volkswirtschaften – nicht weniger als 3,4 Milliarden Menschen der Zugang zu sicherem und angemessenem Wohnraum.

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