Marienthal, eine Arbeitersiedlung südlich von Wien, wurde 1933 zum Synonym für die Zerstörungskraft der Arbeitslosigkeit. Marie Jahoda, Paul Lazarsfeld und Hans Zeisel dokumentierten damals in ihrem Buch Die Arbeitslosen von Marienthal, wie der Verlust der Fabrikarbeit nicht nur Einkommen vernichtete, sondern auch Zeitstrukturen, sozialen Zusammenhalt und Lebenssinn. Ihre Studie wurde weltberühmt. Ihre Schlussfolgerung blieb allerdings neunzig Jahre lang ungetestet: Wenn Arbeitslosigkeit all das zerstört, was passiert, wenn man sie abschafft?
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