In den letzten hundert Jahren geisterte das Bild des übermächtigen, bürokratischen Staatsmonsters durch die Literatur- und Filmgeschichte. Von Kafkas Der Prozess bis zu Terry Gilligan's Film Brazil erscheint der Staat als undurchschaubare Macht, die das individuelle Handeln der Einzelnen verunmöglicht und hemmt. Im 20. Jahrhundert herrschte tatsächlich eine »organisierte Moderne« vor, in der Verrechtlichung, Regulierung und wohlfahrtsstaatlicher Planungsanspruch viele Gesellschaften prägten.
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