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Das Wirtschaftsmagazin

Nicht nur die Fußball-WM sollte frei von Investoren bleiben

Politiker überbieten sich mit Empörung über den geplanten Ausverkauf der Fußball-WM. Bleibt noch etwas Aufschrei für den tatsächlichen Ausverkauf unserer Daseinsvorsorge übrig?

6 Minuten Lesedauer
Ziemlich beste Freunde: FIFA-Präsident Gianni Infantino und US-Präsident Donald Trump bei der Verleihung des WM-Pokals. Credit: IMAGO / TheNews2

Paukenschlag im Weltfußball: Der europäische Fußballverband UEFA hat mit sofortiger Wirkung einen Boykott aller FIFA-Turniere angekündigt. Der Auslöser: FIFA-Präsident Gianni Infantino plant, die Turnierdurchführung und kommerziellen Rechte an der Weltmeisterschaft an eine Tochterfirma namens FIFA Forward Enterprise auszugliedern. Diese soll zu 20 Prozent an Private-Equity-Investoren aus dem Umfeld des US-Präsidenten Donald Trump verkauft werden.

Die Finanzialisierung des Fußballs ist nicht neu. Die Finanzialisierung der regelsetzenden Verbandsebene hingegen schon. Die bemerkenswert klare Begründung der UEFA für den Boykott lässt sich jedoch auf viel mehr als nur den Fußball übertragen. Gerade die Politikerinnen und Politiker, die sich jetzt empört geben, müssen die Frage beantworten: Warum sollte ein Fußballturnier investorenfrei bleiben, ein Pflegeheim aber nicht – und wo bleibt dort der Aufschrei?

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