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Das Wirtschaftsmagazin

Studie: 37 Prozent in Pflegeheimen auf Sozialhilfe angewiesen

Viele können sich den Platz im Pflegeheim nicht mehr leisten. Eine Reform ist dringend nötig – ohne bei den Löhnen der Pflegekräfte zu sparen.

2 Minuten Lesedauer

Das Pflegeheim wird für viele zur Armutsfalle (Symbolbild). Credit: IMAGO/Andreas Franke

Immer mehr Bewohner in Pflegeheimen sind nach einer Auswertung der Krankenkasse DAK auf Sozialhilfe angewiesen. »Die Sozialhilfequote in Pflegeheimen erreicht 2026 den neuen Höchstwert von 37 Prozent«, heißt es in der Studie, die der Rheinischen Post vorab vorlag.

Ohne Reformen könnte die Zahl bis zum Jahr 2035 demnach ungebremst auf knapp 43 Prozent ansteigen. »Die stationäre Pflege wird für immer mehr Menschen zur konkreten Armutsfalle«, sagt DAK-Vorstandschef Andreas Storm.

309.000 Menschen beziehen Sozialhilfe in Pflegeheimen

Derzeit beziehen der Auswertung nach 309.000 Menschen Sozialhilfe in Pflegeheimen. Die Zahl könnte sich demnach in den nächsten neun Jahren um 15 Prozent auf 356.000 Betroffene erhöhen. Die Studie hat der Gesundheitsökonom Heinz Rothgang im Auftrag der DAK erstellt.

Storm fordert: »Die Begrenzung der Eigenanteile in den Heimen muss Teil einer großen Pflegereform werden. Wir brauchen einen neuen Finanzierungsmix. Das Ziel muss eine faire Lastenverteilung zwischen Beitragszahlenden, Pflegebedürftigen und Steuerzahlenden sein.«

Eine Deckelung der pflegebedingten Eigenanteile auf einen Höchstbetrag von 1000 oder 1200 Euro im Monat würde die Lage laut Studie etwas entspannen. Die Sozialhilfequote würde demnach dann auch im Jahr 2035 zwischen 32 und 37 Prozent liegen.


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