Preissignal erhalten, Verluste mit Transfers ausgleichen – so lautet die Standardempfehlung der Mainstream-Ökonomie für Preisschocks. Das heißt in der Praxis, dass alles teurer werden muss – und Haushalte an anderer Stelle entlastet werden. Doch was vermeintlich »ökonomisch effizient« ist, kann hohe politische Kosten verursachen, wie eine neue Studie von Forschenden des Potsdamer Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) zeigt. Demnach wurden diejenigen Haushalte, die während der Energiekrise 2022/23 eine überdurchschnittliche Erhöhung der Stromabschlagszahlung erhielten, mit einer um 7,5 Prozentpunkten höheren Wahrscheinlichkeit zu Unterstützern der AfD. Diese Unterstützung hielt auch an, als die materielle Belastung wieder nachließ.
Das Wirtschaftsmagazin