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US-Milliardäre zahlen weniger Steuern als der Otto-Normal-Bürger

Der Mythos vom progressiven Steuersystem: Warum die Superreichen in den USA prozentual weniger beitragen als alle anderen.

3 Minuten Lesedauer
Gabriel Zucman in Vordergrund, im Hintergrund Jeff Bezos und das Amazon-Logo. Collage: Surplus, Material: IMAGO/Anadolu Agency
Collage: Surplus, Material: IMAGO/Anadolu Agency

Jeff Bezos hat kürzlich einen überraschenden Beitrag zur Debatte über Steuern in den Vereinigten Staaten geleistet: Er behauptete, Milliardäre wie er würden bereits sehr viel beitragen und es sei nicht sinnvoll, noch mehr Geld von ihnen zu verlangen. Angesichts der Tatsache, dass diese Aussage von jemandem stammt, der im Jahr 2011 keinerlei Einkommensteuer gezahlt und sogar eine Steuergutschrift für seine Kinder erhalten hat, kam sie in der Öffentlichkeit nicht sonderlich gut an.

Doch nicht nur Milliardäre wie Bezos scheinen ein Interesse daran zu haben, den Status quo aufrechtzuerhalten, und vertreten derartige Ansichten. Vielmehr ist die Meinung weit verbreitet, das US-Steuersystem sei progressiv, die Superreichen würden viele Steuern zahlen und die Arbeiterklasse leiste praktisch keinen Beitrag zur Finanzierung des Staatshaushalts.

Es lohnt sich daher zu schauen, was die Forschung zu diesem Thema sagt. Meine Kollegen und ich haben mehrere Jahre damit verbracht, möglichst umfassende Schätzungen darüber anzustellen, wer in den Vereinigten Staaten welche Steuern zahlt.

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