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Das Wirtschaftsmagazin

Die entfesselte Wohnkrise

Der Neoliberalismus hat Wohnen zum Spekulationsobjekt gemacht. Die Folgen spüren wir heute als Dauerwohnkrise.

7 Minuten Lesedauer
Illustration: Schwebende Häuser (Symbolbild). Collage: Surplus
Sobald Wohnen ein Anlageobjekt ist, kann damit spekuliert werden (Symbolbild). Collage: Surplus

Die Wohnkrise in Deutschland ist weder eine Überraschung noch ein Zufall. Sie ist das Ergebnis politischer Entscheidungen, die eine grundlegende Umdeutung des Nutzens von Wohnraum ermöglicht haben. Wohnraum wird nicht mehr vorrangig als lebensnotwendige Infrastruktur für die Bevölkerung, sondern als Gewinnmöglichkeit Einzelner begriffen. Ohne diese Umdeutung wäre die Wohnkrise in ihrer aktuellen Ausprägung nicht denkbar. 

Privatisierung und Finanzialisierung

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