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Das Wirtschaftsmagazin

Warum gibt es die Zeitumstellung noch?

Von der Kriegswirtschaft zur Energiepolitik: Die Geschichte der Sommerzeit zeigt, warum die Zeitumstellung bis heute umstritten ist.

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4 Minuten Lesedauer
Nahaufnahme einer Uhr, deren Zeiger sich drehen (Symbolbild). Credit: IMAGO/Herrmann Agenturfoto
In der EU werden in der Nacht von Samstag auf Sonntag die Uhren um eine Stunde zurückgestellt. Credit: IMAGO/Herrmann Agenturfotografie

Am Sonntag können wir mal wieder eine Stunde länger schlafen. Dann wird routinemäßig von Sommerzeit auf Normalzeit – umgangssprachlich: Winterzeit – umgestellt. Um eine Stunde wird es früher dunkel, aber auch um eine Stunde früher hell. Natürlich nicht wirklich – die Zeitzählung ändert sich nur.

Doch dahinter, was heute gerne als Stoff für Smalltalks dient, verbirgt sich erstaunlich viel wirtschaftspolitische Geschichte. Erst 1996 wurde die Sommerzeit in der Europäischen Union vereinheitlicht. Die Normalzeit hat in Deutschland nach einer kurzweiligen ersten Einführung schließlich die Zwischenkriegsjahre, den Zweiten Weltkrieg und das »Wirtschaftswunder« überstanden. Aber wie ist die Politik überhaupt auf den Gedanken gekommen, die Normalzeit zu unterbrechen?

Sommerzeit als Waffe im Ersten Weltkrieg?

Dazu muss man über hundert Jahre zurückgehen. Denn die saisonale Zeitumstellung wurde in Europa erstmals während des Ersten Weltkriegs eingeführt.

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