aja monet versteht Poesie als eine Art, in der Welt zu stehen – gegen Profit, Isolation und die Kommodifizierung von fast allem. Im Interview mit Surplus spricht sie über Künstlerinnen und Künstler als Arbeitende, Ausbeutung in der Musikindustrie, digitale Plattformen als Maschinen der psychologischen Manipulation – und über die kleinen Gesten der Fürsorge, in denen bereits eine andere Gesellschaft Gestalt annimmt.
Maxine Fowé: Du bezeichnest dich selbst als surrealistische Blues-Dichterin. Was kann Poesie in einem kapitalistischen System, das fast alles zur Ware macht, noch an Widerstand leisten?