Vor Kurzem ist Isabella M. Webers neues Buch Antifaschistische Wirtschaftspolitik erschienen. Als Surplus-Herausgeberin und international renommierte Ökonomin von der University of Massachusetts in Amherst braucht Weber eigentlich keine Vorstellung. Weltweit wurde sie in der Energiepreiskrise 2022 durch die von ihr angeregte Diskussion um vorübergehende Preiskontrollen zur Abwehr extremer Preiserhöhungen und von Gewinninflation bekannt. In Deutschland wurde die aus Nürnberg stammende Ökonomin als Mit-Erfinderin der Gaspreisbremse und Mitglied der Expertenkommission für die Energiepreisbremsen sowie der Schuldenbremsenkommission schnell prominent.
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Ihr Konzept der »antifaschistischen Wirtschaftspolitik« wird im Klappentext von internationalen Prominenten wie Lea Ypi, Thomas Piketty, Sven Beckert und Branko Milanović gepriesen und steht kurz nach Erscheinen bereits auf Rang 1 der Spiegel-Bestsellerliste für Sachbücher im Paperback.
Kleingeistige Kritiker
Neben der verdienten Aufmerksamkeit und Anerkennung sah sich Isabella Weber von Beginn der Debatten um Preiskontrollen allerdings auch vielen Anfeindungen ausgesetzt. Dabei erweckten die Kritiker häufig den Eindruck, dass es ihnen nur teilweise oder nur vorgeblich um einen fachlichen Dissens ging. Viele Herrschaften, vor allem aus der ökonomischen Zunft, schienen es einfach nicht ertragen zu können, dass eine junge – zumal noch wirtschaftspolitisch progressive – Frau plötzlich so im Lichte der Öffentlichkeit stand. Sie zettelten in den sozialen Medien toxische Debatten an.