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Das Wirtschaftsmagazin

Die Bundesregierung verschärft die Automobilkrise

Stellenabbau, verschlafene E-Mobilität, eine Förderpolitik, die Geringverdiener ignoriert. Es braucht demokratische Kontrolle über die Transformation der Automobilindustrie.

4 Minuten Lesedauer

Blick in eine Produktionshalle mit Produktionslinie im Volkswagen-Werk Zwickau (Symbolbild). Credit: IMAGO/Chris Emil Janßen
Die Automobilindustrie steckt in einer tiefen Krise (Symbolbild). Credit: IMAGO/Chris Emil Janßen

Wir erleben in der deutschen Automobil- und Zuliefererindustrie einen epochalen Wandel. Galt die Industrie lange als wirtschaftliches Zugpferd der Bundesrepublik – mit Wachstum und sicheren Arbeitsplätzen –, vergeht inzwischen kaum eine Woche ohne neue Hiobsbotschaft zu Stellenabbau und Umbauplänen.

Die Automobilpolitik der Bundesregierung bleibt eine Politik allein für die Renditeerwartungen der Großkonzerne – nicht nur beim Verschlafen der Transformation hin zur E-Mobilität, sondern auch in der aktuellen Krise selbst. Während Arbeitsplätze abgebaut werden, fehlen wirksame Maßnahmen, um Beschäftigte abzusichern, soziale Härten zu vermeiden und Konzerne zukunftsfähig zu machen.

Schlimmer noch: Die aktuelle Politik löst die Krise nicht – sie verschärft sie, denn Friedrich Merz lobbyiert gerade auf europäischer Ebene für eine weitere Aufweichung des ohnehin abgeschwächten »Verbrenner-Aus«. Gleichzeitig spendiert man der Industrie eine verfehlte Neuwagenförderung nach dem Prinzip der selbstzelebrierten »Technologieoffenheit«, die Geringverdiener kaum unterstützt. Statt eine gesamtheitliche Industriepolitik zu verfolgen, bleiben Friedrich Merz und Katherina Reiche lieber bei Einzelmaßnahmen, die niemandem wirklich helfen. Das Ergebnis sind tausende verlorene Arbeitsplätze und eine Branche, die international an Wettbewerbsfähigkeit verliert.

Der Markt regelt es nicht

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Agnes Conrad

Agnes Conrad sitzt für die Linksfraktion im Bundestag. Sie ist Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft und Energie. Für ihre Fraktion ist sie Sprecherin für die Automobilpolitik und das Handwerk. Davor war sie in einem Autozulieferbetrieb tätig.

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