Wollen wir wirklich eine Leistungsgesellschaft sein?
»Jeder ist seines Glückes Schmied« – so lautet das Versprechen der Leistungsgesellschaft. Doch die Daten sagen etwas anderes.
Martyna Linartas ist Ungleichheitsforscherin und Herausgeberin von Surplus. Sie hat die Wissensplattform ungleichheit.info mitgegründet und das Buch »Unverdiente Ungleichheit« (Rowohlt) veröffentlicht.
Martyna Linartas ist promovierte Politikwissenschaftlerin und forscht an der Freien Universität Berlin zu ökonomischer Ungleichheit. Dabei beschäftigt sie sich insbesondere mit Fragen der (Re-)Produktion von Vermögen, Steuerpolitik und Verteilungsgerechtigkeit in liberalen Demokratien.
Zudem ist sie Co-Gründerin der Wissensplattform ungleichheit.info, die wissenschaftliche Erkenntnisse verständlich aufbereitet und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich macht.
»Jeder ist seines Glückes Schmied« – so lautet das Versprechen der Leistungsgesellschaft. Doch die Daten sagen etwas anderes.
AfD und FDP wollen die Erbschaftsteuer im Namen der Freiheit abschaffen. Dabei ist gerade sie ein freiheitliches Projekt, das Demokratie ermöglicht.
Eine Reichensteuer könnte Ungleichheiten bekämpfen. Doch sie ist nur der erste Schritt.
Um 30 Prozent ist das Vermögen deutscher Milliardäre 2025 gestiegen. Martyna Linartas ordnet den neuen Oxfam-Bericht ein.
Um gegen eine höhere Erbschaftsteuer vorzugehen, nutzen ihre Gegner wirkmächtige Erzählungen. Doch eine Analyse der Narrative zeigt: Es sind Mythen.
Die Superreichen feiern die Hochzeit von Jeff Bezos in Venedig. Fast 100 Privatjets fliegen in eine Stadt ein, die aufgrund der Klimakrise versinkt.
Zum Schutz ihrer Milliardenvermögen nutzen die Reichsten Mythen. Dabei sind diese entweder absurd oder längst widerlegt.
Grüne und Union erwägen eine Flat Tax auf die Erbschaftsteuer. Das wäre zutiefst ungerecht und würde der Demokratie schaden.