zum Inhalt
Das Wirtschaftsmagazin

Berlin hat die Wahl: Vergesellschaftung oder Barbarei

Der Senat hat die Reichen hofiert und die Armen belastet. Wählt Berlin jetzt die sozialpolitische Wende?

4 Minuten Lesedauer
Eine Berliner Tramhaltestelle, an der eine wohnungslose Person in der Kälte verweilt.
Die hohen Mieten in Berlin treiben immer mehr Menschen auf die Straße. Credit: Imago/Sabine Gudath

Was sich der Berliner Senat in der letzten Legislatur geleistet hat, grenzt an Staatsversagen. Die Hauptstadt hat sich zu einem Spekulationsparadies entwickelt, auf Kosten der Bevölkerung. Wird am Wahltag die sozialpolitische Wende eingeläutet?

Armutszeugnis des Senats

Ein Blick auf die nackten Zahlen zeigt das Armutszeugnis des Senats. Mittlerweile sind 18,7 Prozent der Berlinerinnen und Berliner armutsgefährdet, das heißt, ihnen stehen maximal 60 Prozent des mittleren Einkommens in Deutschland zur Verfügung. In realen Zahlen bedeutet es, dass 686.000 Einwohner betroffen waren – mehr Menschen als die Einwohnerzahl Hannovers. Unter der von CDU und SPD geführten Landesregierung hat sich die Situation drastisch verschlimmert. 2024 hatte der Anteil der Armutsgefährdeten noch bei 16,5 Prozent gelegen, 2023 waren es noch lediglich 13,2 Prozent gewesen. Seit dem Regierungsbeginn hat der Senat somit 172.000 Menschen in die Armut getrieben.

Kostenfrei weiterlesen

Kostenloser Account

  • Kein Zahlungsmittel notwendig
  • Zugang zu unseren kostenfreien Artikeln, Newslettern und Videos
oder

4 Wochen für 1 € – inkl. Print-Ausgabe

  • Statt 12€
  • inkl. Print-Ausgabe
  • flexibel online kündbar