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Das Wirtschaftsmagazin

Unterschätzte EU-Reform auf der Kippe: Tariftreue oder Lohndumping?

Australien und Schottland machen es vor: öffentliche Gelder nur für die Unternehmen, bei denen Tariftreue gilt. Doch die EU-Kommission blockiert.

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4 Minuten Lesedauer
Eine Reinigungskraft wischt eine Treppe, die mit Pfeilen fuer die jeweiligen Laufrichtungen markiert ist. Credit: IMAGO/photothek
Die EU hat die Chance, die Lage der Beschäftigten zu verbessern. Nutzt sie sie? Credit: IMAGO/photothek

In den meisten EU-Hauptstädten liegen die Mieten über dem Mindestlohn. Die Energiepreise steigen angesichts des US-Kriegs gegen den Iran weiter an. Und nach den Hitzewellen dieses Sommers und einem sich abzeichnenden Rekord-El-Niño werden steigende Lebensmittelpreise im Jahr 2027 wahrscheinlich die Inflation weiter antreiben. Die Grundlagen eines guten Lebens – sicheres Wohnen, Energie und Lebensmittel – sind für arbeitende Europäerinnen und Europäer unerschwinglich geworden. Viele nehmen Nebenjobs an, um über die Runden zu kommen. Der Aufstieg der extremen Rechten ist die direkte Folge einer Politik, die die arbeitende Mehrheit im Stich gelassen hat. 

Die Deregulierungsagenda der EU droht diesen Trend zu beschleunigen, indem sie Arbeitsschutzmaßnahmen abbaut, hart erkämpfte Rechte untergräbt und Austeritätsmaßnahmen wieder einführt, anstatt den wahren Übeltäter anzugehen: explodierende Gewinne, die nicht in die produktive Wirtschaft und gute Arbeitsplätze reinvestiert werden.

Historischer Gesetzesentwurf auf dem Weg

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