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Das Wirtschaftsmagazin

Die Doppelbelastung von Frauen nimmt immer weiter zu

Niemals Feierabend, aber Aussicht auf Altersarmut: Frauen tragen heute die Doppelbelastung von Erwerbs- und Carearbeit. Die Bundesregierung macht es nur schlimmer.

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Eine Frau sitzt am Esstisch und arbeitet im Homeoffice, neben ihr spielt ein Kind (Symbolbild). Credit: IMAGO/photothek
Frauen stehen heute mehr denn je vor der Herausforderung, Arbeit und Familie unter einen Hut zu bekommen (Symbolbild). Credit: IMAGO/photothek

Das traditionelle Ernährermodell hat ausgedient. Nur wenige Familien können oder wollen noch von einem Alleinverdiener leben, der die Absicherung für alle abhängigen Familienmitglieder finanziert. Während in den Achtzigerjahren viele klassische Kleinfamilien – jedoch längst nicht alle – von einem männlichen Einkommen ein Haus, zwei Autos und einen Jahresurlaub bestreiten konnten, ist das heute ein seltenes Privileg.

Grafik: Erwerbstätigkeit in Deutschland, 1991–2025. Quelle: Statistisches Bundesamt, 2026

Der gesellschaftliche Wandel hat zwar auch emanzipatorische Gründe: Frauen geben sich immer weniger mit der Zweiteilung in den »male bread winner« und »female care giver« zufrieden und wollen auf eigenen Beinen stehen. Ein Gewinn für die finanzielle Unabhängigkeit von Frauen ist das leider trotzdem nicht. Denn der ökonomische Wandel hat gleichzeitig den finanziellen Druck auf Familien enorm erhöht. Ein Einkommen reicht aufgrund von gestiegenen Wohn- und Lebenshaltungskosten heute nicht mehr für eine ganze Familie aus. Jobs sind häufiger prekär und befristet, lineare Karriereverläufe wie bei der älteren Generation seltener. Der Anteil der Kosten für Hauskauf, Energie, Lebensmittel und Kinderversorgung am Gehalt ist heute höher, vor allem je geringer das Einkommen ist. Während früher ein Sparvertrag bei der Bank oder ein Sparbuch noch gut verzinst waren und man sich noch eher auf die gesetzliche Rente verlassen konnte, verlagert sich die Verantwortung für die Altersvorsorge heute über risikoreiche Anlagen am Aktienmarkt ins Private. Das alles muss in Paarfamilien nun vermehrt dadurch aufgefangen werden, dass beide erwerbstätig sind.

»Das bisschen Haushalt« sorgt für Teilzeitdruck und Altersarmut

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