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Das Wirtschaftsmagazin

»Invest in Germany Summit«: Bundesregierung rollt CEOs und Investoren den roten Teppich aus

Die Bundesregierung will Kapital nach Deutschland locken und lädt dafür Investoren zu einem Gipfel ein. Was passiert hinter verschlossenen Türen?

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4 Minuten Lesedauer
Friedrich Merz und Katherina Reiche (l.-r.) begrüßen Jensen Huang, CEO Nvidia, und Ola Källenius, CEO Mercedes-Benz, auf dem roten Teppich beim Investment-Summit. Credit: Chris Emil Janßen
Friedrich Merz und Katherina Reiche (l.-r.) rollen Jensen Huang, CEO Nvidia, und Ola Källenius, CEO Mercedes-Benz, den roten Teppich aus. Credit: Chris Emil Janßen

Die auf Englisch verfasste Einladung liest sich, als lade man zum Weltwirtschaftsforum nach Davos ein. »High-level, solution-driven dialogue«, »Turning potential into projects«, »Invest. Expand your business«, heißt es da etwa. Auf dem »Invest in Germany Summit« sollen hochrangige Regierungsvertreter, führende Persönlichkeiten aus der internationalen Wirtschaft und Investoren zusammenkommen. Am Dienstag hat das Wirtschaftsministerium im Auftrag der Bundesregierung an einem »distinguished Berlin venue« [deutsch: einem angesehenen Berliner Veranstaltungsort] Unternehmen und Investoren empfangen. Der Ort liegt in Berlin-Mitte und war früher das Staatsratsgebäude der DDR, heute ist dort die private Wirtschaftshochschule European School of Management and Technology (ESMT Berlin) untergebracht. 

Geladen waren explizit CEOs – andere Topmanager durften nur nach individueller Vereinbarung teilnehmen. Das sollen ungefähr 200 Personen sein. Wer explizit nicht geladen worden ist: die Presse. Der Gipfel soll laut Veranstaltungswebsite »größtenteils hinter verschlossenen Türen stattfinden, um einen offenen Austausch zu ermöglichen«. Journalistinnen und Journalisten haben ebenfalls keinen Zutritt – bis auf eine Ausnahme: Lediglich die Begrüßungsrede von Bundeskanzler Friedrich Merz dürfen sie sich anhören. Dazu passt, dass das Bundeswirtschaftsministerium nicht binnen gegebener Frist auf eine Surplus-Presseanfrage unter anderem zur Gästeliste und den geplanten Investitionen antwortete. 

Neben der Bundesregierung gehören zu den Gastgebern und Referentinnen und Referenten auch internationale Wirtschafts- und Finanzgrößen: Roland Busch, CEO von Siemens, Valérie Baudson, CEO von Amundi, Christian Sewing, CEO der Deutschen Bank, Bettina Orlopp, Commerzbank-CEO, und nicht zuletzt Larry Fink, CEO von Blackrock. Zumindest letzteren sollte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) noch aus seiner Zeit als Aufsichtsrat bei Blackrock kennen.

Kuschelkurs mit CEOs

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