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Das Wirtschaftsmagazin

Wirtschaftsprofessorin: Der Iran-Krieg legt die Bruchlinien der Weltwirtschaft offen

Die reichen Länder haben den Energieschock abgefedert. Ärmeren Ländern fehlen dafür die Mittel, und sie zahlen noch jahrelang.

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Ein indischer Arbeiter steht auf Gaszylindern. Credit: IMAGO/ANI News
Länder im Globalen Süden werden noch über Jahre hinweg die Kosten der aktuellen Energiekrise tragen müssen (Symbolbild). Credit: IMAGO/ANI News

Der immer wieder aufflammende Krieg der USA und Israels gegen den Iran hat die zunehmende Entkopplung zwischen den Finanzmärkten und der realen Wirtschaftstätigkeit deutlich gemacht. Er hat zudem aufgezeigt, wie unterschiedlich sich solche Schocks in der Weltwirtschaft auswirken. 

Betrachten wir die Ölmärkte. Zwar waren sie seit Kriegsbeginn äußerst volatil, doch spiegelten ihre Schwankungen größtenteils eher wechselnde Einschätzungen und Erwartungen wider – oft geprägt von den unberechenbaren Social-Media-Beiträgen von US-Präsident Donald Trump – als unmittelbare Veränderungen bei Angebot und Nachfrage. Zwar hat die Sperrung der Straße von Hormus durch den Iran die weltweite Ölversorgung tatsächlich beeinträchtigt. Aufgrund der Transportentfernungen und der damit verbundenen Verzögerungen waren die Auswirkungen für Verbraucher und Produzenten jedoch nicht sofort spürbar. 

Dennoch schwankten die Rohöl- und Erdgaspreise stark, da widersprüchliche offizielle Verlautbarungen die Markterwartungen immer wieder veränderten. Anfang Juli, nach der ersten Waffenstillstandsvereinbarung zwischen den USA und dem Iran, lag der Rohölpreis unter 70 US-Dollar pro Barrel, ungefähr auf dem Niveau von Februar, also vor Kriegsbeginn. Selbst die anschließende Wiederaufnahme der Feindseligkeiten hat bislang nur zu einem moderaten Preisanstieg geführt. 

Rekordquartal an den Börsen

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