In der ökonomischen Tradition Lateinamerikas mangelt es nicht an originellen Denkerinnen und Denkern. Die brasilianische Ökonomin Maria da Conceição Tavares zählte jedoch zu ihren kritischsten Köpfen. Sie prägte eine ganze Generation des ökonomischen Denkens in Brasilien und darüber hinaus. Verankert in der Tradition des lateinamerikanischen Strukturalismus, passte sie die alten Theorien an neue Gegebenheiten an. Gleichzeitig entwickelte sie die Ideen von Ökonomen aus dem Globalen Norden weiter – wie Keynes, Kalecki und Schumpeter – und situierte sie im Kontext Lateinamerikas.
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