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Das Wirtschaftsmagazin

Der österreichische Gemeindebau steht unter Privatisierungsdruck

Immer mehr österreichische Kommunen privatisieren ihre Gemeindewohnungen. Das ist ein sozialpolitisch bedenklicher Trend.

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5 Minuten Lesedauer
Eine Wohnhausanlage, die von der Gemeinde Wien in den Jahren 1930 und 1931 errichtet wurde. Credit: IMAGO / photosteinmaurer.com
Das »rote Wien« ist bekannt für seinen großangelegten Gemeindebau. Credit: IMAGO/photosteinmaurer.com

Als in Wiener Neustadt, einer mittelgroßen Stadt 50 Kilometer südlich der Hauptstadt, im Oktober über den Verkauf der stadteigenen Gemeindewohnungen entschieden wurde, waren nur die Gemeinderäte anwesend. In einer nicht-öffentlichen Sitzung und in geheimer Abstimmung fällten die kommunalen Abgeordneten ihren Beschluss. Ein öffentlich zugängliches Protokoll dieser Sitzung gibt es nicht. Das Abstimmungsverhalten einzelner Gemeinderäte wurde nicht veröffentlicht. Nur das Ergebnis ist bekannt: 21 Abgeordnete stimmten für den Verkauf, 17 dagegen. Nun wurden 75 Prozent des Bestands verkauft. 1.200 Wohnungen gingen an private Investoren wie den Großindustriellen Michael Tojner.

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