Die AfD verspricht in Sachsen-Anhalt Aufschwung und Wohlstand. Eine Studie des DIW kommt zu einem gegenteiligen Schluss: Ausgerechnet die Regionen, in denen die Partei besonders stark gewählt wird, würden unter ihrer eigenen Politik am härtesten getroffen.
Patrick Kaczmarczyk ordnet die Studie ein: Warum reagieren strukturschwache Kreise so viel empfindlicher? Was würden ein Euro-Austritt, ein Zuwanderungsstopp und die geplanten Steuersenkungen konkret bedeuten? Und warum ist ausgerechnet der Osten besonders verwundbar?
Am Ende spricht er mit Co-Host Ciara Cesaro-Tadic darüber, welche massiven wirtschaftlichen Potenziale im Osten liegen. Und weil ihr euch mehr konkrete Maßnahmen gewünscht habt, sprechen die beiden darüber, was die Politik anders machen müsste, um der AfD den politischen Nährboden zu entziehen.

Transkript
Einspieler Ulrich Siegmund: Die Vision 2026 ist die Chance, um in diesem Land das Ruder herumzureißen, ist die historische Chance, die wir alle gemeinsam hier aus dem Osten heraus für ganz Deutschland haben. Das sage ich immer wieder. Wir machen den Anfang. Aber die Sonne geht nicht nur im Osten auf. Sie wird über ganz Deutschland scheinen. Deswegen halten wir zusammen. Wir stehen an eurer Seite. Wir sind ein Land, wir sind ein Volk, und wir haben eine gemeinsame Zukunft.
Ciara Cesaro-Tadic: Das klingt erst mal nach einem ziemlich großen Versprechen: Sachsen-Anhalt macht den Anfang, und dann soll ganz Deutschland folgen. Aber würden die AfD-Pläne wirklich zu mehr Wohlstand und Wachstum führen? Genau das hat sich das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung – das kennt ihr wahrscheinlich alle als DIW – auch gefragt. Es hat herausgefunden, dass die Zukunft unter einer AfD-Regierung nicht ganz so rosig aussieht, wie die Wahlkampfrhetorik der AfD und auch der Spitzenkandidat Ulrich Siegmund, den ihr gerade gehört habt, vermuten lassen.
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