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Das Wirtschaftsmagazin

Rechtsruck im Osten: Wirtschafts- oder Migrationskrise?

Ökonomische Unsicherheit ist der Nährboden für rassistische Ideologien. Die Rechte nutzt das – und ihr Aufstieg ist kein rein ostdeutsches Problem. 

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4 Minuten Lesedauer
Brosche mit Deutschland- und AfD-Fahne auf grauem Sakko. Credit: IMAGO/Steinach
Wem das Wasser bis zum Hals steht, der greift nach der schwarz-rot-blauen Fahnenstange. Credit: IMAGO/Steinach.

Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel erscheint in der elften Surplus-Ausgabe Mitte Oktober 2026 auch gedruckt.


»Wir schaffen das« – mit diesem Diktum beschwor die Kanzlerin Angela Merkel 2015 eine humane, migrationsfreundliche Stimmung, die auch große Teile der Bevölkerung erfasst hatte. Immer wieder wurde Merkels Haltung aus ihrer DDR-Erfahrung erklärt: Die Ostdeutschen waren über Jahrzehnte eingesperrt gewesen. Wer einmal hinter einer Mauer lebte und nur unter Lebensgefahr fliehen konnte, könne nicht wieder Grenzen schließen. 

Heute ist es angesichts der ostdeutschen Geschichte umso verblüffender, dass so viele Menschen eine Partei wählen, die Migrantinnen pauschal ausweisen – und das Land anscheinend wieder einmauern will. 91 Prozent der AfD-Wählenden in Sachsen-Anhalt sagten, sie sorgten sich, weil zu viele fremde Menschen im Land seien. Doch sind die Überforderung durch Migration oder reiner Rassismus wirklich die ausschlaggebenden Faktoren für den Aufstieg der AfD?

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