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Das Wirtschaftsmagazin

Die Rhein-Krise wird zur Wirtschaftsgefahr (Video)

Adam Tooze im Vordergrund, im Hintergrund der vertrocknete Rhein und ein Schild mit einem Umriss von Deutschland und der Aufschrift »Wirtschaft«. Collage: Surplus, Material: Doro Zinn, IMAGO/
Collage: Surplus, Material: Doro Zinn, IMAGO/Jochen Tack/Bihlmayerfotografie

Der Pegel bei Kaub fällt auf wenige Zentimeter, und damit fällt der wichtigste Engpass der deutschen Binnenschifffahrt aus. Nur 5 Prozent der Logistik laufen über den Rhein, aber es sind die kritischen 5 Prozent: Energie und Rohstoffe für die Industriezentren im Westen. Das Niedrigwasser 2018 kostete rund 0,4 Prozent des BIP. Das entspricht ungefähr dem gesamten Wachstum, das für Deutschland im kommenden Jahr überhaupt erwartet wird.

Adam Tooze erklärt, warum die Rheinkrise nur zur Hälfte ein Klimathema ist und zur anderen Hälfte ein Planungsversagen: Die Felsen in der Kaub-Enge sollten schon unter Kohl beseitigt werden, die Arbeiten würden einige zehn Millionen Euro kosten und sind jetzt für die 2030er geplant. Dazu: Warum es historisch keine große Stadt ohne Wasserweg gibt und die Lage am Fluss jetzt vom Standortvorteil zum Risiko wird, warum die Bahn den Ausfall nicht auffangen kann und was Chinas Elektro-Lkw mit Wechselbatterien über die Zukunft der Logistik verraten.

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Transkript

Lukas Scholle: Hallo und herzlich willkommen zu einem neuen Video. Ich bin Lukas Scholle, Gründer und Chefredakteur von Surplus, und ich habe mit Adam Tooze über den Rheinpegel gesprochen und die ökonomischen Auswirkungen, denn die können ganz gewaltig sein, wenn es so weitergeht, wie es den Anschein macht.

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Postcast-Host: Adam Tooze

Adam Tooze ist Herausgeber von Surplus und Professor für Wirtschaftsgeschichte an der Columbia University in New York.