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Das Wirtschaftsmagazin

Der Osten braucht Zukunft – und die AfD will sie ihm nehmen

In Sachsen-Anhalt hat die AfD gewonnen. Doch sie würde die wirtschaftlichen Probleme in Ostdeutschland nicht lösen, sondern verschärfen.

6 Minuten Lesedauer
Maurice Höfgen im Vordergrund, im Hintergrund Ulrich Siegmund. Collage: Surplus, Material: Andreas Schmidt, IMAGO/Bernd Elmenthaler
Collage: Surplus, Material: Andreas Schmidt, IMAGO/Bernd Elmenthaler

Bernd Baumann hat sein Büro im Jakob-Kaiser-Haus des Bundestages. An der Wand hängen zwei Poster. Auf dem einen: der Philosoph Karl Popper. Auf dem anderen: der Ökonom Friedrich August von Hayek. Beide gelten als Ikonen des Neoliberalismus, als Verfechter eines kleinen Staates, der seine Finger aus der möglichst wenig regulierten Marktwirtschaft heraushält.

Das ist bemerkenswert. Denn Bernd Baumann ist parlamentarischer Geschäftsführer der AfD und behauptet, seine Partei sei inzwischen eine Arbeiterpartei. Hayek als Schutzpatron einer Arbeiterpartei? Das klingt zunächst ungefähr so plausibel wie Friedrich Merz mit einem Poster von Rosa Luxemburg. Doch die Wanddekoration sagt viel über das politische Projekt der AfD. Denn hinter ihrer Arbeiterpose steckt wirtschaftspolitisch keine Politik für Beschäftigte, sondern eine Mischung aus Marktradikalismus, nationaler Abschottung und ökonomischer Selbstzerstörung. 

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