Hätten Sie in diesem sengend heißen Sommer ein Londoner Schwimmbad besucht, wäre es dort ruhiger gewesen als erwartet. Seit der Covid-19-Pandemie sind die öffentlichen Freibäder der Stadt auf Reservierungssysteme umgestellt worden, bei denen diejenigen im Vorteil sind, die tagelang im Voraus planen, vorab bezahlen und eine erwachsene Begleitperson für den Nachmittag abstellen können. Viele Londoner erfüllen diese Voraussetzungen nicht.
Dennoch hat der Londoner Bürgermeister Sadiq Khan zugesagt, die Stadt badefreundlich zu gestalten. Sein im Juli vorgestellter Plan für saubere Flüsse und Wasserwege zielt darauf ab, bis 2036 den Zugang an zehn strategischen Standorten zu erweitern. Bis 2030 wollen die beteiligten Partner rund 1,8 Milliarden Pfund (etwas über 2 Milliarden Euro) bereitstellen. Ob dieser Plan aufgeht, hängt jedoch davon ab, ob die darin enthaltenen 48 Projekte als ein einheitliches Portfolio mit einem übergeordneten Ziel behandelt werden – und nicht als 48 separate Projekte mit jeweils eigenem Träger. Das ist der Unterschied zwischen einem Programm und einer Mission.