Selbst die meisten derer, die nichts mit den Wirtschaftswissenschaften am Hut haben, kennen seinen Namen: John Maynard Keynes gehört zu den einflussreichsten Ökonomen aller Zeiten. Seine Ideen, wie sich Volkswirtschaften stabilisieren lassen, haben bis heute großen Einfluss auf die Wirtschaftspolitik weltweit.
In Stockholm hat die Königlich Schwedische Akademie der Wissenschaften nun bekanntgegeben, dass der sogenannte Wirtschaftsnobelpreis (eigentlich Preis der Schwedischen Zentralbank in Wirtschaftswissenschaften in Erinnerung an Alfred Nobel) in diesem Jahr an die beiden US-amerikanischen Forscher Robert E. Hall und Michael Woodford verliehen wird. Sie haben Keynes‘ Theorien grundlegend erweitert und werden für ihre »mikroökonomische Fundierung der makroökonomischen Stabilisierung« ausgezeichnet.
In der Begründung der Jury heißt es, die Arbeiten der beiden hätten »einen Paradigmenwechsel in der Stabilisierungspolitik bewirkt«. »Die aus ihrer Forschung hervorgegangenen neukeynesianischen Modelle ermöglichen es, die Auswirkungen der Stabilisierungspolitik auf Konjunkturzyklen zu erklären und zu quantifizieren; sie werden heute weltweit von Zentralbanken und Finanzministerien eingesetzt.« Wie herausragend ist die Forschung Halls und Woodfords wirklich und was sagt ihre Auszeichnung über den sogenannten Nobelpreis aus?