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WSI: Ungleichheit bei Einkommen in Deutschland auf zweithöchstem Stand seit 1992

Armut und Einkommensungleichheit liegen fast auf Rekordniveau – und da ist noch nicht einmal das Vermögen einberechnet.

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4 Minuten Lesedauer
Menschen spazieren in der Fußgängerzone, am Rand sitzt ein obdachloser Mensch (Symbolbild). Credit: IMAGO/Wolfgang Maria Weber
Die Einkommen in Deutschland driften auseinander (Symbolbild). Credit: IMAGO/Wolfgang Maria Weber

Die Einkommensungleichheit liegt in Deutschland auf dem zweithöchsten Niveau seit 1992. Zu diesem Ergebnis kommt der neue Verteilungsbericht des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung. Die Ergebnisse zeichnen laut Pressemitteilung ein »Bild einer zunehmend polarisierten Gesellschaft«. Die Studienautorinnen und -autoren betonten zudem, dass in dieser Analyse die »noch deutlich größere Ungleichheit bei den Vermögen in Deutschland noch gar nicht berücksichtigt« ist.

Für die Studie haben Dorothee Spannagel und Claus Schäfer die neuesten Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) und Daten der Industrieländer-Organisation OECD ausgewertet. Untersucht haben sie dafür insbesondere das jeweils verfügbare Haushaltsnettoeinkommen, also das, was nach Steuern und Abgaben, aber mit Transfers wie beispielsweise dem Wohngeld, übrig bleibt.

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Der Gini-Koeffizient reicht theoretisch von null bis eins: Beim Wert null hätten alle Menschen in Deutschland das gleiche Einkommen, bei eins würde das gesamte Einkommen im Land auf eine einzige Person
entfallen.

Quelle: WSI

Wie die steigende Ungleichheit zustande kommt

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