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Das Wirtschaftsmagazin

Andy Burnham will mit Machtpolitik für Veränderung sorgen

Starmer konnte es niemandem recht machen. Burnham setzt auf klare Kante – und baut sich dafür erst einmal die nötige Macht.

4 Minuten Lesedauer
Premierminister Andy Burnham in seinem zweiten Amtssitz »No10 North« in Manchester. Credit: IMAGO/Avalon.red
Premierminister Andy Burnham hat einen zweiten Amtssitz »No. 10 North« in Manchester eröffnet. Credit: IMAGO/Avalon.red

Andy Burnhams Ernennung als britischer Premierminister schlug international hohe Wellen. Insbesondere die Personalentscheidungen des Labour-Politikers, die ökonomisch und politisch einen Bruch mit der Politik seines Vorgängers Keir Starmer signalisieren, und seine ersten Maßnahmen gegen gestiegene Lebenshaltungskosten, erhielten viel Aufmerksamkeit. Doch der größte Umbruch in der britischen Politik wird aktuell wenig beachtet: Burnham setzt aktiv auf klare machtpolitische Instrumente, um die Grundlagen für viel weitreichendere Änderungen zu schaffen.

In den vielen Kommentaren in deutschen Medien ist davon bisher jedoch wenig zu lesen. Einschätzungen fallen hierzulande schnell in bestehende Muster. Einerseits wird Burnham häufig als populistisch präsentiert, weil er sich nicht in die »There is no alternative«-Erzählung einreiht, nach der Großbritannien gar nichts anderes übrig bliebe als hart zu kürzen, um besser an den Anleihemärkten dazustehen. Andererseits wird bereits im Vorhinein jede Einzelmaßnahme, die nicht unmittelbar den Neoliberalismus offen bekämpft, von linker Seite als Zeichen gedeutet, dass er es am Ende nicht ernst meinen könnte mit großen Veränderungen.

Erst die Basis, dann das Mandat

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