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Harvard-Professor: Die USA sind »Raubritter« der Welt

Sich am Ausland bereichern als Wirtschaftsprogramm: Was Trumps Ex-Berater für einen Coup hält, bringt kurzfristig Gewinn und rächt sich langfristig.

4 Minuten Lesedauer
Donald Trump am Rednerpult. Credit: IMAGO / UPI Photo
Die Trump-Administration setzt auf Zölle als Druckmittel. Credit: IMAGO/UPI Photo

In einem bemerkenswerten Kommentar, der Ende Juni veröffentlicht wurde, bestätigt (und befürwortet) ein ehemaliger führender Ökonom der Trump-Regierung, was viele bereits vermutet hatten: Die Außenwirtschaftspolitik Trumps dient dazu, sich wie ein »Robber Baron« des 21. Jahrhunderts zu verhalten.

Die ursprünglichen »Raubritter« waren gierige Industrielle, die während des »Gilded Age« in den Vereinigten Staaten durch monopolistische Praktiken reich wurden. Im späten 19. Jahrhundert bauten Männer wie John D. Rockefeller und Andrew Carnegie riesige Vermögen auf, indem sie den Wettbewerb unterdrückten und in Branchen wie der Öl- und Stahlindustrie exorbitante Preise verlangten.

Man nannte sie »Raubritter«, weil die Ausbeutung der Verbraucher zur eigenen Bereicherung wohl die am meisten verpönte Geschäftspraxis der Welt ist. Doch genau das haben die USA in den letzten anderthalb Jahren getan, prahlt Stephan Miran, bis Februar 2026 Vorsitzender des Wirtschaftsberaterstabs von Präsident Donald Trump und nun Mitglied des Vorstands der US-Notenbank. Miran begrüßt diesen Ansatz und argumentiert, dass er für die USA Wunder wirke (ganz zu schweigen von den Ausländern!).

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