Die USA drohen damit, dem Iran die Luft abzuschnüren. Sie wollen Sanktionen gegen Länder verhängen, die weiterhin Handel mit ihm treiben. US-Finanzminister Scott Bessent hat dies als »wirtschaftlichen D-Day« bezeichnet. Doch statt andere zu bewegen, sich ihren Bemühungen zur Isolierung der Islamischen Republik anzuschließen, beschleunigen die zunehmenden Fehltritte der Trump-Regierung den Übergang zu einer postamerikanischen Weltordnung.
Es ist verständlich, dass die »Verbündeten« der USA zögern, sich an Präsident Donald Trumps kostspieligem, unnötig vom Zaun gebrochenen Krieg zu beteiligen. Sie wurden vorab nicht konsultiert, und nun, da es den USA nicht gelungen ist, das iranische Regime zu stürzen oder einen Plan B zu entwickeln, wollen sie sich offensichtlich nicht einmischen. Und ohnehin, warum sollte irgendjemand einer Regierung zu Hilfe eilen, die ihre Freunde und Partner ständig beschimpft, droht, sich deren Territorium einzuverleiben (Grönland und Kanada), und ihnen Strafzölle auferlegt?