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Das Wirtschaftsmagazin

»Dreams« erzählt Liebe als Klassenfrage

Ein mexikanischer Tänzer flieht für seine Beziehung in die USA. Michel Franco nutzt diese Geschichte, um von Klassenmacht in romantischen Beziehungen und den Grenzen liberaler Solidarität zu erzählen.

5 Minuten Lesedauer
Fernando (Isaac Hernández, l) und Jennifer (Jessica Chastain). Credit: Weltkino/Teorema
Wird die Liebe von Fernando (Isaac Hernández, l) und Jennifer (Jessica Chastain) gegen Klassenunterschiede ankommen? Credit: Weltkino/Teorema

Was Fernando (Isaac Hernández) für die Liebe zu geben bereit ist, verdeutlichen bereits die ersten Bilder. Ein Laster steht verlassen in der sengenden Hitze, weit und breit ist kein Fahrer zu sehen. Erst mit Einbruch der Nacht sind Schreie zu hören. Panische »Ayuda«-Rufe dringen aus dem Inneren des Anhängers, der unter dem verzweifelten Drängen der Eingeschlossenen zu beben beginnt. Endlich öffnet eine Schleppertruppe die Türen, und die Menschen hieven sich mit letzter Kraft ins Freie.

Fernando ist einer von ihnen. Wie seine Weggefährten versucht er, von Mexiko aus in die USA zu gelangen. Das Drama »Dreams« (2025) macht so schon in seinem Auftakt die lebensbedrohlichen Folgen eines Grenzregimes sichtbar, das tausende Menschen auf gefährliche Migrationsrouten drängt. Regisseur Michel Franco, der selbst aus Mexiko stammt, will mit seinem Film allerdings auf etwas anderes hinaus – eine universellere Beobachtung der Wirkmacht von Klassenunterschieden.

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