zum Inhalt
Das Wirtschaftsmagazin

Good News: Reallöhne steigen – trotzdem Aufholbedarf

Die Reallöhne sind insgesamt gestiegen. Manche konnten davon besonders stark profitieren. Doch es gibt auch ein großes »Aber«.

2 Minuten Lesedauer

Auch aktuell fordern Beschäftigte Reallohnsteigerungen (Symbolbild). Credit: IMAGO/Ardan Fuessmann

2025 ging es lohntechnisch wieder bergauf: Die Reallöhne sind um 1,9 Prozent gestiegen. Der Mitteilung des Statistischen Bundesamts zufolge seien die Nominallöhne demnach um 4,2 Prozent gestiegen, die Inflation allerdings um 2,2 Prozent. 

Zwei Gruppen konnten im vergangenen Jahr überdurchschnittliche Lohngewinne einfahren: Frauen und Menschen mit geringem Einkommen. Das dürfte unter anderem auf Tarifabschlüsse und auf die Erhöhung des Mindestlohns zum Januar 2025 auf 12,82 Euro zu verdanken sein. Die Löhne von Frauen wuchsen im Schnitt nominal um 4,8 Prozent, die von Männern leicht unterdurchschnittlich um 4,1 Prozent. Das Fünftel mit dem geringsten Einkommen konnte im Schnitt sogar 6 Prozent höhere Nominallöhne verzeichnen. Das oberste Fünftel hingegen unterdurchschnittliche 3,7 Prozent.

Gesamtentwicklung mit viel Luft nach oben

Wie so oft gibt es ein großes »Aber«: Die Reallöhne steigen weniger stark an als noch im Jahr davor. Im Jahr 2024 sind sie um 2,9 Prozent gestiegen, das sind 0,7 Prozent mehr als im vergangenen Jahr.

Und ein noch größeres »Aber«: Die Reallöhne erreichen noch immer knapp nicht das Niveau vor der Corona-Pandemie. Das bedeutet: Zwischen 2019 und jetzt hat es real im Schnitt keine Lohnzuwächse gegeben – sechs Jahre, kein Plus. 

Abonniere unseren kostenlosen Newsletter, um diesen Text weiterzulesen:

Zum Newsletter

Gibt’s schon einen Account? Login

Xenia Miller

Xenia Miller ist Online-Chefin vom Dienst (CvD) bei Surplus. Sie hat Politikwissenschaften, Soziologie und Politische Theorie studiert und bei der Deutschen Presse-Agentur (dpa) gearbeitet.

#7 – Machtkampf um KI

Tech-Oligarchen kämpfen um die Vormacht über Künstliche Intelligenz. Den Preis zahlen wir alle.

Zum Magazin