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Das Wirtschaftsmagazin

Die Kapitalrente ignoriert ökonomische Gesetze

Die Rentenkommission hat für eine kapitalgedeckte Rente plädiert. Letzten Endes wird die Rente aber von der Arbeit getragen, sagt Heinz-Josef Bontrup.

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Euro-Scheine und Logo der Deutschen Rentenversicherung (Symbolbild). Credit: IMAGO/Wolfilser
Die Rente muss immer aus dem laufenden Volkseinkommen finanziert werden (Symbolbild). Credit: IMAGO/Wolfilser

Die »Alterssicherungskommission« plädiert mit einer unglaublichen ökonomischen Naivität für eine kapitalgedeckte Rente. Selbstverständlich ist es möglich, dass einzelne Fonds auch wirtschaftlich erfolgreich abschneiden können. Das geht aber nicht, wenn sich alle über Fonds reicher machen wollen. Die Bundesregierung plant eine Rentenreform, als hätte es den Gau auf den internationalen Finanzmärkten ab 2008 mit den verheerenden Folgen für die Wirtschaft und insbesondere für kapitalgedeckte Rentensysteme nicht gegeben. In den USA haben die Rentnerinnen und Rentner mit ihren kapitalgedeckten Pensionsfonds stark gelitten: Nach Berechnungen des Center for Retirement Research at Boston College verloren amerikanische Haushalte zwischen Oktober 2007 und Oktober 2008 rund 2 Billionen US-Dollar in privaten Altersvorsorgekonten.    

Auch haben die Protagonisten der kapitalgedeckten Rente offensichtlich das Mackenroth-Theorem nicht verstanden, demzufolge jede Rente immer nur in dem Jahr als Wertschöpfung (Volkseinkommen) erarbeitet werden kann, in dem sie zur Auszahlung kommt.

Das Mackenroth-Theorem

In der damaligen Debatte über die zukünftige Finanzierung der Rente stellte der Nationalökonom und Soziologe Gerhard Mackenroth 1952 Folgendes klar: 

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