Mit der von Finanzminister Lars Klingbeil im Juli vorgestellten Einkommensteuerreform wollte die Bundesregierung vor allem kleine und mittlere Einkommen entlasten. Erst am Dienstag sagte der SPD-Chef dem Redaktionsnetzwerk, man gleiche »die kalte Progression zumindest zum Teil aus – nämlich für diejenigen, die kleine und mittlere Einkommen haben«. So werde eine Familie mit zwei Kindern demnach jährlich um etwa 600 Euro entlastet. Eine aktuelle Analyse zeigt jedoch: »Daraus wird erst mal nichts«, wie Stefan Bach vom DIW Berlin im aktuellen ifo Schnelldienst schreibt.
Der Steuerexperte bezieht in seine Berechnung auch die kalte Progression mit ein. Diese berücksichtigt, bleibt von der geplanten Steuersenkung wenig bis gar nichts übrig. Hinzu kommt laut Bach ein weiterer Faktor, der am Ende sogar zu einer Belastung führen könnte. Um für wirkliche Entlastung zu sorgen, schlägt der Ökonom eine stärkere Besteuerung an anderer Stelle vor.
Wie die kalte Progression alles auffrisst
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