Es hat lange gedauert, bis sich Friedrich Merz auf eine neue konzertierte Aktion einlassen konnte. An diesem Mittwoch ist es so weit: Koalition, Gewerkschaften und Arbeitgeber beraten gemeinsam über die wirtschaftliche Lage und die geplanten Reformen. Nach Monaten wachsender Spannungen mit den Gewerkschaften lesen manche darin bereits eine Annäherung. Zu hohe Erwartungen sind trotzdem fehl am Platz, denn der Kurs steht im Grunde fest. Unter dem Druck der Wirtschaftsverbände und der wirtschaftsliberalen Presse – und in weiten Teilen auch aus aufrichtiger Überzeugung – verfolgt die Bundesregierung ein Programm, dass den Sozialstaat abbaut und die Arbeitsstandards aufweicht. Die Gewerkschaften dürfen am Mittwoch immerhin etwas dazu sagen.
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