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Milei macht Argentinien zum Versuchsfeld für Thiel & Co.

Tech-Oligarchen werden in Argentinien vom Kettensägen-Präsidenten hofiert. Kritiker fürchten Wirtschaftsenklaven und Überwachung.

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Freunde der Kettensäge unter sich: Der Tech-Magnat Elon Musk und der argentinische Präsident Milei vergangenes Jahr beim konservativen Kongress CPAC. Credit: IMAGO/ZUMA Press Wire
Freunde der Kettensäge unter sich: Der Tech-Magnat Elon Musk und der argentinische Präsident Milei vergangenes Jahr beim konservativen Kongress CPAC. Credit: IMAGO/ZUMA Press Wire

Lateinamerika entwickelt sich zunehmend zum Versuchsfeld für Rechtslibertäre. Seit 2017 gibt es mit Próspera auf der honduranischen Insel Roatán eine Stadt, die sich jeglicher staatlichen Kontrolle entzieht. Vorangetrieben von Magnaten aus dem Silicon Valley, darunter Peter Thiel, Sam Altman und Erick Brimen, ist die Privatstadt ökonomisch, juristisch und verwaltungstechnisch unabhängig. In El Salvador wiederum führte Präsident Nayib Bukele 2021 die Kryptowährung Bitcoin als offizielles Zahlungsmittel ein. Auch wenn das Experiment mittlerweile gescheitert ist: Bukele, der selbsternannte »coolste Diktator der Welt«, verwandelt das Land dank autoritärer Verhältnisse in ein Paradies für ausländische Investoren, vor allem aus dem Tech-Bereich. 

Seit Ende 2023 ist auch Argentinien und damit eines der wirtschaftsstärksten Länder der Region zur Spielwiese von Investoren geworden. Präsident Javier Milei beruft sich offen auf rechtslibertäre Ideologen. Er nennt sich »Anarchokapitalist«, dereguliert die Wirtschaft und baut den Verwaltungsapparat ab. Dass der Mann mit der Kettensäge gewillt ist, die Wirtschaftsinteressen und Gesellschaftsvorstellungen von Silicon Valley durchzusetzen, hat er wiederholt bewiesen. Noch im August sollen nun gleich mehrere Gesetze verabschiedet werden, die die Macht der Tech-Milliardäre weiter ausbauen.

Milei setzt auf »Zukunftsindustrien«

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