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Das Wirtschaftsmagazin

Musk: Der erste und gefährlichste Billionär (Video)

Elon Musk wurde zum ersten Billionär. Seine Firma, die noch nie Gewinn gemacht hat, wird wie Amazon bewertet. Was hier wirklich passiert, erklärt Adam Tooze.

11 Minuten Lesedauer
Elon Musk (l.) und Adam Tooze (r.). Collage: Surplus, Material: Collage: Surplus, Material: picture alliance/Ger Harley/EdinburghElitemedia, IMAGO/Image Press Agency
Collage: Surplus, Material: Collage: Surplus, Material: picture alliance/Ger Harley/EdinburghElitemedia, IMAGO/Image Press Agency

Elon Musk ist seit dem Börsengang von SpaceX so reich wie nie: rund eine Billion Dollar, etwa viermal so viel wie noch vor Kurzem und mehr als die Plätze zwei bis fünf der Reichstenliste zusammen. Aber wie real ist dieses Vermögen? Adam Tooze analysiert, wie dieser Reichtum überhaupt zustande kommt, was Tesla und SpaceX so besonders macht und warum Musks Billionenvermögen fast vollständig an Börsenkursen hängt. Dazu: warum SpaceX gemessen am Umsatz erstaunlich klein ist, welche Spielräume ein viermal größeres Vermögen für weitere Zukäufe eröffnet und wie sich das Machtgefälle unter Donald Trump verschiebt, wenn ein Einzelner mit Staatsaufträgen und Börsenkursen gleichzeitig spielt.

Auf das Bild oder den Button unten klicken, um den Video-Inhalt beim Drittanbieter YouTube anzuschauen.

Transkript

Lukas Scholle: Hallo und herzlich willkommen zu einem neuen Video bei Servus. Ich bin Lukas Scholle, Gründer und Chefredakteur von Surplus. Ich habe mit Adam über Elon Musk gesprochen, denn Elon Musk ist jetzt nicht mehr Milliardär, sondern nun Billionär. Was das bedeutet, wie dieser Vermögensanstieg überhaupt zustande kam, wie er sich zusammensetzt und welche Folgen er hat – jetzt auch unter Trump und mit den konkreten Vermögenswerten, die dahinterstehen –, das haben wir uns alles angesehen. Es ist sehr spannend geworden. Das Ganze habe ich mit Adam Tooze besprochen. Er ist Professor für Wirtschaftsgeschichte an der Columbia University in New York und einer der Herausgeber von Surplus.

Bevor wir mit dem Video starten, noch etwas in eigener Sache: Wir haben gerade eine brandneue Printausgabe veröffentlicht mit dem Titel »Der Preis des Krieges«. Denn auch wenn der Krieg jetzt vorbei ist, ist der Preis des Krieges noch in der Zukunft absehbar – auf unterschiedlichen ökonomischen Ebenen. Wir haben uns genauer angesehen, wie Inflation zustande kommt, wie sie wirkt und vor allem, welche Verteilungsfragen sie beinhaltet.

Surplus Ausgabe #9 – Der Preis des Krieges
Der nächste Preisschock ist da. Statt Kürzungen brauchen wir Entlastungen.

Adam Tooze hat einen Artikel darin geschrieben über die Klassenfrage, die mit der Inflation zusammenhängt: wie durch Preisstabilität die Klassenfrage zementiert wird und wie sie durch Inflation gegebenenfalls zugunsten der Arbeiterseite oder der Kapitalseite verschoben wird. Auch das ist sehr spannend geworden.

Der Kampf um den Preis
Inflation ist immer und überall ein ökonomischer Machtkampf. Der öffentliche Diskurs um hohe Preise dient derzeit oft den Reichsten.

Für 1 Euro könnt ihr die aktuelle Printausgabe zum Reinschnuppern einmal bestellen. Einfach anmelden, für einen Euro die aktuelle Ausgabe reinlesen und uns dann bestenfalls mit einem Abo unterstützen – denn nur damit können wir solche Videoformate hier realisieren.

Hi Adam, wir haben hier ja schon öfter über Milliardäre gesprochen – und jetzt gibt es eine neue Evolutionsstufe: Elon Musk ist mit dem Börsengang von SpaceX Billionär geworden. Er ist damit so reich wie die Plätze 2, 3, 4 und 5 der Reichenliste zusammen. Was natürlich absurd ist. Vom Volumen her ist er das beste Beispiel dafür, warum man Milliardäre – und jetzt auch Billionäre – abschaffen sollte.

Adam Tooze: Ja, es ist wirklich ein Albtraum. Die Situation im Moment – man darf das, glaube ich, nicht unterschätzen als Politikum. Alleine die Tatsache, dass ein Mann, und dann darüber hinaus auch noch Elon Musk, im Grunde aufgrund seiner persönlichen Vision in diese undenkbare, unfassbare Höhe hinaufgestiegen ist – das ist ein gesellschaftspolitisches Desaster.

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