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Das Wirtschaftsmagazin

Rentenkommission: Ein schmerzhafter und teurer Kompromiss

Die langfristige Stärkung der gesetzlichen Rentenversicherung wird mit einer riskanten und teuren Kapitalrente erkauft. Die solidarische Umlage wird zurückgefahren. 

4 Minuten Lesedauer
Collage: Surplus, Material: Bettina Engel-Albustin, IMAGO/dts Nachrichtenagentur
Collage: Surplus, Material: Bettina Engel-Albustin, IMAGO/dts Nachrichtenagentur

Heute Morgen war es so weit: Nach über fünf Monaten zähen Ringens übergab die Rentenkommission der Bundesregierung ihre Vorschläge zur Reform des deutschen Rentensystems. In der Kommission waren offenbar vollkommen unterschiedliche rentenpolitische Vorstellungen aufeinandergeprallt. Auf der SPD-Seite dürfte es vielen um eine Stärkung der umlagefinanzierten gesetzlichen Rentenversicherung (GRV) gegangen sein. Bei der Union dürfte sich die Mehrheit eine kräftige Senkung des gesetzlichen Rentenniveaus gewünscht haben, um die Menschen in die private kapitalgedeckte Vorsorge zu treiben. Genau solche radikalen Vorschläge werden weitgehend ohne Rücksicht auf die sozialen Folgen gebetsmühlenartig von vielen Ökonomen – nicht zuletzt von der Mehrheit des Sachverständigenrats Wirtschaft – vertreten. Insofern war klar, dass eine Einigung in der Kommission äußerst schwierig und ein möglicher Kompromiss für alle Seiten schmerzhaft werden würde. Genau ein solcher liegt nun in Form eines Pakets von 33 Einzelmaßnahmen vor. Sowohl Bundeskanzler Friedrich Merz als auch Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas lobten auf der Pressekonferenz im Kanzleramt das Ergebnis und strebten einhellig eine möglichst vollständige Umsetzung an.


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