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Das Wirtschaftsmagazin

Wirtschaftsprofessor Krebs: Ohne Vergesellschaftung geht es nicht

Die Wohnungskrise lässt sich mit den Modellen des Mainstreams weder verstehen noch bearbeiten. Ein Plädoyer für Vergesellschaftung von Spitzenökonom Tom Krebs.

7 Minuten Lesedauer
Tom Krebs im Vordergrund, im Hintergrund das Rote Rathaus in Berlin, der Berliner Fernsehturm und ein Plakat für Vergesellschaftung. Collage: Surplus, Material: IMAGO/Kena Images/Steinach/Met
Collage: Surplus, Material: IMAGO/Kena Images/Steinach/Metodi Popow

Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel erscheint in der zehnten Surplus-Ausgabe Mitte August 2026 auch gedruckt.


Eine Wohnung ist mehr als nur ein Platz zum Schlafen. Sie beeinflusst die Lebensqualität maßgeblich. Die drastisch gestiegenen Mieten der vergangenen Jahre bedeuten für viele Menschen de facto, dass ihre Lebensgrundlage ins Wanken geraten ist. Angesichts dieser Entwicklungen überrascht es nicht, dass in einem Berliner Volksentscheid 2021 eine Mehrheit für die Vergesellschaftung großer Immobilienkonzerne gestimmt hat und die Initiative Deutsche Wohnen & Co enteignen großen Zuspruch in der Bevölkerung erhält.

Doch die Politik zögert, auch weil sich erheblicher Widerstand formiert hat. Immobilienverbände und der ökonomische Mainstream verkünden selbstsicher, dass nur der Markt und privates Eigentum eine effiziente Wohnraumversorgung gewährleisten können. Viele progressive Stimmen unterstützen zwar die Forderung nach mehr sozialem Wohnungsbau, stehen einer Vergesellschaftung bestehender Wohnungsbestände aber skeptisch gegenüber. Und über allem schwebt die Frage: Wer soll das bezahlen?

Das Thema ist so zentral und kontrovers, dass es sich lohnt, die Sache etwas grundlegender zu beleuchten. Schauen wir uns also an, was die Kritiker zu sagen haben.

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