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Das Wirtschaftsmagazin

Tooze: Die 4 größten Wirtschaftsfragen nach den Midterms

Die Midterms haben Trump enorm geschwächt. Was folgt daraus wirtschaftlich etwa für die KI-Entwicklung oder den Welthandel?

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7 Minuten Lesedauer
Collage: Surplus-Herausgeber Adam Tooze
Collage Surplus. Credit: IMAGO/UPI Photo

Der dramatische Erdrutschsieg der Demokraten bei den Zwischenwahlen 2026 bestätigt die unter Trumps Kritikern weit verbreitete Ansicht, dass seine Wirtschaftspolitik keinen Sinn ergibt. Viele der US-amerikanischen Wähler sind besorgt über die Lebenshaltungskosten. Sie lehnen oligarchische Privilegien und offene Korruption empört ab. Die Einwanderungs- und Abschiebebehörde ICE ist bei wichtigen Wählergruppen unbeliebt, und viele Wähler sind angewidert von dem internationalen Chaos, das von den USA ermöglicht und entfesselt wurde.

Trump hat in seiner zweiten Amtszeit genau das Gegenteil dessen geliefert, was die Wählerinnen und Wähler wollten, und dadurch eine beträchtliche Koalition gegen MAGA hervorgebracht. Zunächst mit seinem wirtschaftlichen Nationalismus: Willkürliche Zölle sowie gewaltsame Abschiebungen durch ICE mögen zwar eine Minderheit ansprechen, sind aber beim durchschnittlichen amerikanischen Wähler nicht beliebt. Trump hat zudem hemmungslose Profitmacherei der Konzerne und einen blinden Wachstumsfetisch gefördert, hinzu kam eine Prise Korruption. Für die Mehrheit der Amerikaner, die den Aktienmarkt nicht mit angehaltenem Atem verfolgen, war das abschreckend. Die »Broligarchen« mögen bei einer Minderheit von überdrehten »Stock Bros« beliebt sein, in der breiten Öffentlichkeit aber werden sie verachtet.

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