Wenige Konzerne stehen so sinnbildlich und real für die wirtschaftliche Lage Deutschlands wie Volkswagen. In diesen Tagen sind gleich neun außerordentliche Betriebsratsversammlungen geplant, bis zu 100.000 Arbeitsplätze stehen weltweit auf dem Spiel. Angesichts der Größe und Bedeutung des Konzerns entscheidet der Ausgang dieser Krise nicht nur über Zehntausende Jobs, sondern auch darüber, wem die industrielle Zukunft Deutschlands gehört: den Porsche-Piëch-Erben und den Aktionären oder der Belegschaft?
Ökonomin Katharina Keil fordert im Pro-Contra eine Vergesellschaftung und einen sozial-ökologischen Umbau von VW. Surplus-Redakteur Patrick Kaczmarczyk hält dagegen: Der Staat sitze bei VW längst mit am Tisch.