Die globale Finanzkrise kann als Kipppunkt in der Entwicklung der wirtschaftlichen Unsicherheit bezeichnet werden. In aller Welt begannen Wählerinnen und Wähler, ihre Stimme jedem zu geben, der den Status quo ablehnte, und zumeist bedeutete das, dass sie die extreme Rechte wählten. Im Jahr 2010 breitete sich die Tea-Party-Bewegung in den Vereinigten Staaten aus, und Viktor Orbán kam in Ungarn an die Macht. Im Jahr 2014 wurde Narendra Modi zum Premierminister Indiens gewählt, und bei der Europawahl belegten rechtsextreme Parteien in Frankreich (Front National) und Großbritannien (UK Independence Party) den ersten Rang. Im Jahr darauf setzte sich in Polen bei der Parlamentswahl die PiS-Partei (Prawo i Sprawiedliwość) durch. Im Jahr 2016 eroberte die extreme Rechte mit dem Brexit und Trumps Wahlsieg das Zentrum der westlichen Welt. Im selben Jahr wurde Rodrigo Duterte zum Präsidenten der Philippinen gewählt. Im Jahr 2017 zog die rechtsextreme AfD erstmals in den deutschen Bundestag ein. Ende 2018 wurde Jair Bolsonaro zum Präsidenten Brasiliens gewählt.
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