Es ist nicht einfach, in diesen Zeiten optimistisch auf die deutsche Wirtschaft zu blicken. Seit 2020 folgte ein negativer Schock auf den nächsten. Erst schlug die Corona-Pandemie mit mehreren Wellen ein, von denen sich wegen der Lieferkettenstörungen vor allem die deutsche Industrie nicht richtig erholen konnte. Gerade als sich ein kräftiger Aufschwung abzeichnete, zettelte Anfang 2022 Russlands Präsident Wladimir Putin den schrecklichen Krieg gegen die Ukraine an. In dessen Folge kam es zu einer Gas- und Energiepreisinflation, die den privaten Konsum sowie erneut die energieintensive deutsche Industrie und damit die deutsche Wirtschaft im internationalen Vergleich überproportional hart traf. Aufgrund der fiskalpolitischen Blockade durch den damaligen Finanzminister Christian Lindner und seine mitregierende FDP konnte sich die deutsche Finanzpolitik ab 2023 der Krise nicht so stark entgegenstellen, wie es notwendig gewesen wäre. Daran zerbrach schließlich die Ampel-Regierung Ende 2024.
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Als die damit verbundene Unsicherheit nach den vorgezogenen Neuwahlen im Februar 2025 schließlich halbwegs überwunden schien, kam US-Präsident Donald Trump zum zweiten Mal ins Amt, dessen zollpolitische Eskapaden erneut besonders die exportstarke deutsche Industrie bedrohten. Nach hoffnungsvollen Zeichen zu Beginn des laufenden Jahres sorgte Donald Trump erneut für eine Eintrübung der Konjunkturaussichten. Der von ihm vom Zaun gebrochene Krieg gegen den Iran führte zu einer Blockade der für Erdöllieferungen zentralen Straße von Hormus und einem entsprechenden Anstieg der Ölpreise. All diese Entwicklungen werden noch überschattet durch einen trendmäßigen Verlust von Marktanteilen auf den Exportmärkten an China, dessen technologische Wettbewerbsfähigkeit massiv zugenommen hat, und das zudem seinen Absatz noch durch großzügige Subventionen befördert. Aktuell schließlich entwickelt sich das durch die Klimakrise bedingte Niedrigwasser, vor allem im Rhein, zu einem erneuten Konjunkturrisiko.
Anzeichen für eine konjunkturelle Erholung
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