Redaktioneller Hinweis: Dieses Interview erscheint in der zehnten Surplus-Ausgabe Mitte August 2026 auch gedruckt.
Joseph Stiglitz ist Nobelpreisträger, ehemaliger Chefökonom der Weltbank, und einer der einflussreichsten Ökonomen der Gegenwart. In den vergangenen Jahren hat er den Begriff des »progressiven Kapitalismus« geprägt. Im Gespräch mit Surplus-Chefredakteur Lukas Scholle erklärt er, wie er dieses Konzept von Neoliberalismus und klassischem Marktsozialismus unterscheidet, wie sein Denken sich über die Jahrzehnte verändert hat, und warum er weiterhin an den gesellschaftlichen Fortschritt glaubt.
Lukas Scholle: In den vergangenen Jahren haben Sie sich für einen progressiveren Kapitalismus ausgesprochen. Könnten Sie umreißen, was Sie damit meinen?