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Die drei wichtigsten News der letzten zwei Wochen
- Freiwillige Chatkontrolle vorerst gestoppt. Die Verhandlungen über die Durchsuchung privater Nachrichten nach Missbrauchsdarstellungen sind auf EU-Ebene gescheitert. Plattformen müssen entsprechende Maßnahmen vorerst nicht ausweiten. Wichtig, weil: Der Konflikt zwischen Sicherheitsinteressen und digitaler Privatsphäre bleibt ungelöst.
- KI-Chatbots und psychische Krisen. Berichte zeigen, dass intensive Nutzung von KI-Chatbots bei einzelnen Menschen psychotische Episoden verstärken oder mit auslösen kann. Fachleute warnen vor fehlender Regulierung und unklarer Verantwortung der Anbieter. Wichtig, weil: Systeme, die wie soziale Gegenüber wirken, greifen tief in mentale Realitäten ein.
- Alternative Plattformen sind kein Randphänomen. Auswertungen zeigen, dass Netzwerke wie Mastodon oder Bluesky zwar kleiner als Big-Tech-Dienste sind, aber zunehmend relevante Öffentlichkeiten formen. Sie entwickeln eigene Dynamiken, Communitys und Diskursräume. Wichtig, weil: Digitale Macht ist nicht vollständig monopolisiert. Neue Plattformen können Spielräume öffnen und zeigen, dass Infrastruktur auch anders organisiert werden kann.
Thema der Woche:
Wie sich KI immer mehr von unserem Leben aneignet
Wie sich KI immer mehr von unserem Leben aneignet
Als Meta vor einigen Jahren seine KI-gestützten Ray-Ban-Smartglasses als Zukunftsvision präsentierte, habe ich sie selbst ausprobiert. Damals wirkte sie wie ein harmloses Tech-Spielzeug, ein weiterer kleiner Schritt Richtung »smarter Alltag«. Heute sehe ich in ihrer Entwicklung eher ein Lehrstück darüber, wie leicht wir Technologien normalisieren, deren Auswirkungen wir noch gar nicht verstehen.
