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Das Wirtschaftsmagazin

Warum öffentliche Investitionen haushaltspolitisch klug sind

Öffentliche Investitionen sind keine Kosten, die es zu minimieren gilt, sondern die Grundlage für Wachstum und Wohlstand.

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5 Minuten Lesedauer
Mariana Mazzucato im Vordergrund, im Hintergrund eine Baustelle. Collage: Surplus, Material: Tania/contrasto/laif, Schöning
Wenn der Staat investiert, etwa in Infrastruktur, lohnt sich das. Collage: Surplus, Material: Tania/contrasto/laif, Schöning

Ob ein Krankenhaus Pflegekräfte einstellen, eine Schule ihr Dach reparieren oder ein Land ein umweltfreundliches Stromnetz aufbauen kann, hängt oft von Faktoren ab, die es selten in die Nachrichten schaffen. Für viele Regierungen entscheidet sich die Frage, ob sie in die Zukunft investieren können, letztlich an Regeln zur Begrenzung von Defiziten, Schulden oder Ausgaben.

Diese Zwänge spielen heute eine größere Rolle als jemals zuvor. Während sich Finanzministerinnen und Finanzminister in Bangkok zu den Jahrestagungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank einfanden, warnte der IWF bereits davor, dass die Verschuldung fast den höchsten Stand seit dem Zweiten Weltkrieg erreicht hat. Die Botschaft des Fonds an die Regierungen lautete, dass Haushaltskonsolidierung unerlässlich ist, auch wenn diese mit hohen politischen Kosten verbunden ist. Man geht davon aus, dass schmerzhafte Entscheidungen heute eine solidere Grundlage für die öffentlichen Finanzen von morgen schaffen werden.

Doch Ausgabenkürzungen, die Wachstum und Widerstandsfähigkeit fördern, können nicht nur aktuell Härten mit sich bringen, sondern auch die Wirtschaft schwächen und den späteren Schuldenabbau erschweren. Die Fiskalpolitik der Regierungen sollte daran gemessen werden, ob sie die Fähigkeit der Wirtschaft stärkt, ihren öffentlichen Verpflichtungen langfristig nachzukommen.

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